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Hippokrates von Kos

Die Gefühle anderer sind ihr gleichgültig. Sie denkt nicht. Sie kann nicht denken. Ihre gesamte Denkweise ist tot. Sie tut so, als wäre sie allwissend. Sie spielt Gott. In Wirklichkeit ist sie nur eine Heuchlerin.

Merkt sie eigentlich, wie sie andere damit verletzt? Immer die Falschaussagen, Behauptungen und Lügen. Sag mir, wann hört das auf? Wann fängt das Denken an?

Immer weiter geht sie über Felder. Wie ein Elefant auf fruchtbarem Boden zertritt sie alles, auf dem sie geht. Geh! Ich möchte nichts mehr mit einer Heuchlerin zu tun haben. Geh mit Gott, aber geh!

Nein, sie ist nicht nur schlecht. Nicht nur eine Heuchlerin. Nicht nur Elefant. Manchmal kann sie auch ganz anders sein. Aber was, wenn das Schlechte zu lange überwiegt? Was dann? Muss man dann der Heuchlerin aus dem Weg gehen? Oder kann man Heuchlerinnen ändern? Kann man sie das Denken lehren? Bin ich selber dazu überhaupt in der Lage?

Bin ich selber schlecht? Bin ich selber eine Heuchlerin? Selber ein Elefant?

Bin ich dazu in der Lage zu denken?

„Frag ständig warum, und du bist am Ende sehr unglücklich.“

-          Ray Bradbury, Fahrenheit 451

Möchte ich überhaupt denken können, oder lieber eine glückliche Heuchlerin sein? Ein glücklicher Elefant?

1.10.14 23:04


Leben

Wann weiß man schon, wann man unten angekommen ist? Kann es nicht auch vorkommen, dass man den Gipfel nur mit dem Tal verwechselt?

Sie weiß nicht, ob sie unten angekommen ist oder, ob sie gerade oben ist. Vielleicht ist sie auch an beiden Orten nicht? Aber auf welchem Weg ist sie dann – nach unten oder oben? Wird sie es erst merken, wenn sie dort angekommen ist? Ist es dann zu spät?

Sie hat Angst, dass sie auf dem Weg nach unten ist, falls sie dort noch nicht angekommen ist. Sie hofft, dass irgendwer sie auf dem Weg rettet, falls sie Hilfe brauch.

Kein Weg in Sicht, keine Rettung in Sicht. Sie weiß nicht wo sie geht, sie weiß nicht mit wem sie geht.

Leben?

27.9.14 18:08


Gelächter über Liebe?

Eine einfache Frage? Nein das ist sie nicht.

„Was ist Liebe?“

Die Frage ist schwer. Sie kann Liebe nicht definieren. Die Frage macht ihr Angst. Gibt es Liebe, obwohl sie selber nicht weiß, wie sie sie definieren kann?

Alle anderen, denen die gleiche Frage gestellt wurde, lachen. Wieso lachen sie? Ist ihnen Liebe peinlich? Halten sie liebe für einen Witz? Ist sie die einzige, die Liebe fühlt? Sie kann sich nicht erklären, warum die anderen lachen. Vielleicht möchten sie ihre Unsicherheit überspielen? Lachen sie über die Liebe oder über die Frage? Über beides? Was gibt ihnen den Grund zu lachen? Alles nur Selbstschutz?

Sie kann über die Frage nicht lachen. Sie würde es gerne. Sie würde gerne lachen, um ihre Unsicherheit zu überspielen. Ihre Unsicherheit liegt allen offen. Sie hat Liebe schon gespürt. Gegenseitige, einseitige, erfüllende und unerfüllte. Alles schon mal da gewesen. Doch nichts davon gibt ihr Anlass zu lachen.

17.9.14 22:03


"Youth Knows No Pain"*

Wir stehen, wir fliegen, wir fallen. Wir gehen ohne Sinn und ohne Richtung. Nur der Weg ist da. Der Weg und der Schmerz. Aber den Schmerz kennen wir nicht. Den Weg auch nicht.

Egal wir oft wir verletzt werden, merken wir es nicht, da wir den Schmerz nicht kennen. Ohne Lebenserfahrung und ohne Ahnung sind wir nur Körper, die durch die Welt reisen. Von außen als unangebracht und unerwünscht betrachtet. Wo sollen wir hin, wenn niemand uns will? Wer heilt unsere Wunden? Wer heilt unseren Schmerz?

Keiner hilft uns, keiner glaubt uns. Keiner glaubt uns, wenn wir sagen wir würden ihn kennen: Wir kennen den Schmerz. Wir fühlen ihn tagtäglich. Immer wenn wir stehen, fliegen und fallen begleitet uns der Schmerz. Der Schmerz ist unser Sinn und er gibt uns unsere Richtung an. Der Schmerz ist unser Weg.

 

*Lykke Li – Youth Knows No Pain (Album Youth Novels)

14.9.14 20:42


Überreiztheit

Jede Berührung steht unter Strom, jeder Kuss schlägt Funken. Trotzdem ist an Loslassen nicht zu denken, da das Gift, das in den roten Flüssigkeiten beider entlang kriecht, sie dazu bringt, weiter zu machen. Das Gift bringt die beiden dazu, sich in dem anderen zu verlieren und ihre eigenen Schutzschilder nicht mehr nutzen zu können.

Sie ist fasziniert von dem, was vor sich geht, doch gleichzeitig macht es ihr auch Angst. So etwas wie das hat sie noch nie erlebt. Noch nie wurden ihre Sinne so in Anspruch genommen und noch nie war ihr Kopf in einem solchen Rausch.

Küss sie, fass sie an, geh auf sie zu. Das Gift wird sie dazu bringen das Gleiche zu tun.

11.9.14 21:49


Hassliebe

Man kann niemanden zwingen zu lieben, deshalb bittet sie zu hassen.

Sie weiß, dass er sie nicht liebt. Sie weiß, dass sie nicht die erste Person ist, an die er morgens denkt. Sie weiß, dass sie ihn nie wieder zurückgewinnt.

Sie weiß, dass er sie nicht liebt. Damit kann sie umgehen. Denn sie weiß auch, dass man ihn nicht zwingen kann zu lieben.

Was also wünscht sie von ihm, wenn er sie nicht lieben wird?

Sie möchte nicht, dass sie ihm gleichgültig ist. Denn nichts wäre jetzt schlimmer als Gleichgültigkeit seinerseits. Wieso? Wenn jemand Gleichgültigkeit jemand anderem gegenüber verspürt, dann ist ihm die Person nicht wichtig. Dann sind da keine Gefühle für denjenigen. Und wenn er ihr dann über den Weg laufen würde, würde er sie vermutlich noch nicht mal anschauen.

Darum wünscht sie sich von ihm gehasst zu werden. Denn wenn jemand Hass gegen jemanden empfindet, bedeutet sie ihm etwas. Denn da sind Gefühle für denjenigen. Und Hass kann ein sehr starkes Gefühl sein, sogar vergleichbar stark wie Liebe. Wenn er ihr dann über den Weg laufen würde, würde er sie mit hasserfüllten Augen anblicken und sie wäre glücklich, da sie wüsste er hat Gefühle für sie.

4.9.14 13:40


„Der Kuss“ oder „Liebesfrühling“

Ein zärtlicher und doch inniger Kuss. Die beiden können nicht voneinander lassen. Sie sitzt vor ihm, während er sie von hinten umarmt, um ihre beiden Lippen miteinander zu verschmelzen. Er hält sie an ihrer linken Hand fest, seine andere Hand hält ihren Oberarm fest, mit dessen Hand sie seinen Kopf umklammert. Sie wirkt mitgenommen von diesem Kuss, mitgenommen in eine andere Welt. Was um sie herum passiert merkt sie gar nicht. Ihre Beine sind angewinkelt, als falle es ihr schwer, überhaupt noch sitzen zu bleiben.

Es ist der Frühling in den sie dieser Kuss mitnimmt – Liebesfrühling. Ein solches Gefühl hat sie zuvor noch nicht verspürt. Wird von nun an jeder Kuss von den beiden etwas so Besonderes sein? Oder ist dies eine Ausnahme? Wer sind die beiden Figuren? Wie haben sie zueinander gefunden? Ist es ihr erster Kuss? Alles Schein oder doch sein?

Ich möchte diese Figuren kennenlernen. Ich möchte von ihnen unterrichtet werden, wie sie sich kennengelernt haben. Sie sollen mir zeigen, wie man küsst, wie man liebt, wie man auf ewig miteinander verbunden bleibt. Sie werden sich niemals wieder voneinander trennen. Und wenn es ihr erster Kuss war, dann wird es auch ihr letzter bleiben.

 

Porzellan mit Aufglasurmalerei

Rosenthal, um 1917

Modell von Richard Aigner, 1913

Inv. Nr. E 5392

Stiftung Alex Henrichs, Köln

31.8.14 14:27


Schuldgefühle

Ist es nicht traurig von jemandem, von dem man einst hoffte bald alles zu kennen, jetzt nicht mehr zu wissen als den Namen? Ist es nicht traurig zu jemandem, dem man sich so verbunden fühlte, jetzt keinen Kontakt mehr zu haben? Wohin sind die guten Zeiten geflogen? Kommen bald wieder gute Zeiten angeflogen? Sie hofft noch immer Tag für Tag, dass die beiden irgendwann zueinander finden. Es ist lächerlich. Sie ist lächerlich. Ihre Gedanken sind so verdammt lächerlich und es nicht unverständlich wieso die Leute sie lächerlich finden. Es ist einfach so. Kann man es denn nicht ein wenig nachvollziehen? Klar ist es lächerlich, aber für Gefühle kann man doch nichts? Sie sind einfach da. Oder siehst du das anders? Kann sie etwas für ihre Gefühle und kann sie etwas gegen sie tun? Sind die Schuldgefühle ihren Gefühlen gegenüber berechtigt?
25.8.14 22:50


E.T.

Die Art und Weise wie er sich bewegt hat, wie er gesprochen hat, wie er sie angefasst hat. Es war unmöglich, dass er menschlich war. Er wurde aus dem Weltall mit rasender Geschwindigkeit auf die Erde zugeflogen, vorbei an Sternen und durch dunkelste Schwärze direkt zu ihr ins Herz. Es hat nur den Bruchteil von Sekunden gebraucht, bis sein Gift ihren Körper eingenommen hat. Sein Liebesgift hat sie infiziert. Jetzt kommt sie nicht mehr von ihm los. Sie läuft von ihm weg, vorbei an Menschen, die ihr was bedeuteten, durch dunkle Nächte. Hauptsache weg von ihm, Hauptsache loskommen von ihm. Immer auf der Suche nach dem Gegengift und mit der Hoffnung er fliegt zurück ins All, von da wo er herkommt und wo er hingehört.

21.8.14 21:36


Abschiedskuss

Kaum gekannt; schon geküsst. Kaum gekannt; schon gefühlt.

Niemals zuvor und niemals danach hat sie so gefühlt wie bei diesem Kuss. Sie kann sich nicht erklären warum. Und sie kann sich nicht erklären warum da nicht mehr draus wurde. Hollywood ist nichts gegen das, was sie erlebt hat. Danach hat sie nur noch umsonst geküsst, denn kein Kuss war wie dieser. Sie hat Fremde geküsst, nur um noch mal sowas zu erleben, doch der Erfolg blieb aus. Wo ist er jetzt? Hat er genauso viel dabei gefühlt wie sie? Hat er danach auch umsonst geküsst? Erinnert er sich überhaupt noch an sie? Fragen um Fragen, Küsse um Küsse.  Sie haben sich nur ein Mal geküsst und sie kann es nie wieder vergessen.

20.8.14 12:18


Vorrübergehende Lügen

Was sind ehrliche Worte?

Sie sagt zu ihm etwas und meint es auch so. Sie ist ehrlich und versucht nicht ihn zu täuschen. Doch Tage später, Wochen später, Jahre später ändert sich etwas. Ihre Meinung ändert sich, ihre ehrlichen Worte ändern sich. Sind damit die Worte, die sie zuvor ausgesprochen hatte, nicht mehr ehrlich? Bringt die Zeit uns dazu, dass ehrliche Worte nur eine Illusion sind? Oder sind ehrliche Worte nur eine Momentaufnahme?

Heute sagt sie, sie liebe ihn. Morgen verändern sich ihre Gefühle. Morgen sagt sie, sie liebe ihn nicht. Waren dadurch ihre ersten Worte keine ehrlichen Worte?

16.8.14 22:49


Sie will es wissen, nicht?

Freunde machen einen zu dem, was man ist.

Seine Freunde mögen sie nicht. Sie hat Angst, dass er dadurch auch aufhört sie zu mögen. Zu viele Menschen haben durch ihre Freunde in der Vergangenheit schon aufgehört sie zu mögen. Warum mögen so viele Menschen sie nicht? Eigentlich könnte ihr es egal sein, denn sie hat auch Menschen, die ihr nahe stehen und ihr viel bedeuten. Trotzdem ist das Gefühl, von den meisten Menschen in ihrer Umgebung nicht gemocht zu werden, kein Gutes.

Muss sie aufhören, die zu sein, die sie ist, um die zu sein, die anderen gefällt? Will sie die Antwort darauf überhaupt wissen?

Ihre Gefühle für ihn bestehen weiterhin. Egal ob er sie mag oder nicht. An ihren Gefühlen kann sie nichts ändern. Sie kann nur hoffen, dass manchmal, wenn er betrunken ist, er die Lust verspürt, sie anzurufen.

14.8.14 17:02


Sonnenuntergang

Es scheint ihr egal ob sie Gutes oder Böses tut. Sie weiß, dass die Sonne am nächsten Morgen trotzdem wieder aufgehen wird. Auch über sie. Auch wenn sie Böses getan hat.

Will uns die Sonne damit sagen, dass es egal ist auf welcher Seite man ist – Gut oder Böse?

Will uns die Sonne vielleicht auch damit sagen, dass wir sowohl Gutes als auch Böses tun können – die Entscheidung zählt?

Will uns die Sonne damit möglicherweise auch zeigen, dass uns vergeben wird?

Kann es ihr egal sein, wie sie sich entscheidet? Ihr wird doch eh vergeben? Hat denn nicht jeder bei der Geburt sowohl das Potenzial zum Bösen, als auch das Potenzial zum Guten? Folglich kommt es doch nur darauf an, für welches Potenzial sie sich mit freiem Willen entscheidet. Und trotz Entscheidung geht die Sonne am nächsten Morgen auch über ihr auf.

Merkwürdige Entscheidung. Jeder steht vor der gleichen Entscheidung: Gut oder Böse? Und jeder entscheidet anders, obwohl jeder scheinbar das gleiche Potenzial besitzt. Und über jedem geht die Sonne morgens auf.

8.8.14 18:26


Alptraum

Literweise Regen fallen wie aus Eimern vom Himmel.

Literweise Träume prasseln auf dreckige Straßen und fließen durch unterirdische Kanäle, die in Trauer enden und scheinbar niemanden verschonen.

Wo ist ihr Traum? Ihr Grund zu leben? Ist er verloren, zerstört, von Blitzen getroffen? Lacht er, lebt er, liebt er noch?

Lass es Regnen. Lass ihn durch Kanäle fließen. Doch ende nicht in Trauer. Sei anders. Jeder Träum, der wie Regen vom Himmel fällt, ist irgendwo anders der Grund, warum eine Blume blüht. Wenn es nicht dieser ist, dann ist es ein anderer. Aber Träume gibt es. Träume wird es immer geben. Sie wird immer wieder dazu in der Lage sein zu träumen. Wenngleich das Gewitter gerade so heftig scheint.

25.7.14 17:49


An einem anderen Ort

Aus dem Wort ist sie entstanden; zu dem Wort wurde sie geformt.

Am Anfang war das Wort. Sie war nicht das Wort. Sie hat nur das Wort ausgesprochen.

Am Anfang war das Wort. Dann wurde sie zum Wort. Sie fühlte sich nie wie das Wort am Anfang, doch die anderen Menschen um sie herum fühlten sie wie das Wort. Und so haben sie etwas aus ihr geschaffen, das sie nicht ist: Das Wort.

Wie kommt sie da wieder heraus? Kommt sie da jemals wieder heraus? Muss sie jetzt mit einem Ich leben, das sie gar nicht ist?

Zu gerne würde sie nicht mehr dieses Wort sein. Zu gerne hätte sie die Chance, ein anderes Wort zu werden, doch das Wort, ihr Wort, ist überall geschrieben. Überall ist es geschrieben, wo sie erwähnt wird. Soll sie sich aufgeben, um nicht mehr das Wort zu sein? Warum akzeptiert denn niemand das Wort, welches sie eigentlich ist? Ein Teufelskreis. So viele Wörter und nur eins für sie.

Doch das Wort ist sie nicht.

22.7.14 23:45


Hallo Mond!

Sie will ein Geschenk. Das Geschenk hat fünf Buchstaben: Hallo.

Ist es so schwer ihr dieses Geschenk zu geben? Strengen diese Buchstaben so sehr an? Womit hat sie das verdient? Was hat sie falsch  gemacht? Wieso sagst du ihr nicht was sie falsch gemacht hat?

Glücklich. Das ist die Beschreibung ihrer Gemütslage. Enttäuschung. Das ist die Beschreibung, die sie dir entgegenbringen kann. Nichts als Enttäuschung. Enttäuschung pur. Wo bleibt der Tanz im Mondlicht? Hallo Mond! Schein auf ihn herab und erwecke ihn ihm das, was er einst gefühlt hat. Das, was er gefühlt hat, bevor diese fünf Buchstaben zur Anstrengung wurden. Sie würde so gerne Gedanken lesen können. Sie würde so gerne Antworten auf ihre Fragen finden. Wieso scheint der Mond so hell, wenn wir nicht in dessen Licht tanzen? Hallo Mond! Mond, du bist der einzige der ihr bleibt. Auch ohne Tanz. Gerade ohne Tanz. Das Tanzen ist das Leben nicht mehr wert. Was ist das Leben schon wert, wenn fünf Buchstaben zu anstrengend sind? Du bist so schön hell und so weit weg. Du bist unerreichbar und trotzdem das Streben ihres Verlangens. Das Verlangen, von dem sie dachte, von dem sie hoffte, ja sie hoffte so sehr, dass dieses Verlangen gestorben sei. Doch der Mond leuchtet und leuchtet. Und der Mond ist so weit weg, so unerreichbar.

Kannst du dich noch an das erinnern, was du sagtest, als du sie zum ersten Mal trafst? Kannst du dich noch an den Mond erinnern? An das Licht? An den Tanz? An den Körper? An die Gefühle? An die Liebe?

Alles so hell und alles so weit weg.

Scheiße.

Geh das Alphabet durch. Such dir die Buchstaben zusammen, die dir am meisten gefallen. Reih sie zusammen, so wie es dir am besten gefällt. Schaffe Wörter. Wenn du willst mehrere. Vielleicht schaffst du sogar einen ganzen Satz. Doch bitte, ich flehe dich an! Sag etwas!

Siehst du denn den Mond nicht? Wie er so hell leuchtet, wie er so weit weg ist? Keine Bedeutung mehr. Nichts hat mehr eine Bedeutung. Weder für dich, noch für mich. Was ein Kack. Was eine Hammerkeule. Ach geh doch bitte. Lass nur deine Wörter hier. Bitte lieber Mond geh. Lass dein Licht hier und bleib unerreichbar. Doch bitte geh.

12.7.14 03:23


Lebensmüde

Eine Klippe, ein Messer, eine Schachtel Pillen, etwas, was sie von diesem Schmerz befreit. Dem Schmerz, der ihr Leben ausfüllt. Es existiert gar nichts anderes mehr als dieser Schmerz.

Schmerz. Aber eine besondere Art von Schmerz. Immer wieder versucht sie diesen Schmerz zu lokalisieren; doch immer wieder scheitert sie. Manchmal kommt ihr der Schmerz vor wie eine große Leere. Doch manchmal kommt er ihr auch ganz anders vor. Geht er vom Herzen aus? Geht er vom Gewissen aus? Sie kann es nicht sagen. Sie kann sich selbst die Fragen nicht beantworten. Was bringt es ihr Hilfe zu suchen, wenn sie noch nicht einmal weiß wofür? Deshalb erträgt sie den Schmerz, schleppt sich durch die Straßen und durch Gespräche mit Leuten ohne Sinn und Themen ohne Sinn. Das ist Leben ohne Sinn. Ein schmerzliches Leben ohne jegliche Art von Sinn und ohne jegliche Aussicht auf Besserung. Sobald sie versucht in die Zukunft zu schauen sieht sie nur Dunkelheit. Nur Dunkelheit und Schmerz. Beides kann sie nicht lokalisieren.

4.7.14 21:53


Selbststeuerung

Fesseln werden gelöst, Atemzüge werden genommen, Ängste werden erlebt.

Irgendwann endet jede Geschichte, selbst die schönste. Dies war keine schöne Geschichte. Sie war voll mit Schmerz und Leid. Trotzdem ist niemand froh über das Ende. Das Einzige, was das Ende hervorgebracht hat, ist ihre Freiheit. Nutzen wird sie sie trotzdem nicht. Sie weiß gar nicht wie sie sie nutzen soll. Selbst jetzt, wo die Fesseln schon lange gelöst sind, spürt sie sie noch immer. Die Fesseln ziehen sie immer wieder vor dem zurück, was man Freiheit nennt, nur sind die Fesseln nicht mehr da. Das Ende ist aber da. Das Ende der Geschichte heißt offensichtlich nicht das Ende für Schmerz und Leid, die die Geschichte so geprägt haben. Wut, Aggression, Vorwürfe, und immer die Fesseln die sie zurückziehen und hindern etwas zu sagen. Es staut sich alles in ihr an. Sie kann nachts nicht schlafen. Sie zittert tagsüber. Es kocht in ihr. Es droht überzukochen doch wo bleibt die Lösung? Wo bleibt die Freiheit? Wo bleibt der Moment, in dem sie lernt, die Freiheit zu nutzen?

23.6.14 23:21


ultraviolence

Brich sie; Bau sie wieder auf. Lass sie los; Nimm sie wieder in den Arm. Küss sie; Schlag sie.

Gib ihr all deine Ultrabrutalität! Sie spürt wie sehr du sie liebst. Du hast sie geschlagen und es fühlte sich an wie ein Kuss. Durch warme Sommerbrisen seid ihr gerannt. Durch die endlosen Sommernächte Mitte Juli seid ihr geflohen. Sie vermisst eure Nächte und die Momente, die ihr geteilt habt. Doch dir hat das alles nichts bedeutet. Du betest, doch du betest nicht mehr für sie. Du hast jemand anderen für den du betest. Wo bleibt deine Ultrabrutalität? Für immer wird sie dich lieben. Für immer wird sie deine Ultrabrutalität lieben.

17.6.14 19:42


Feuer

Die Sonne kommt heraus. Ihr Leben beginnt. Menschen umgeben sie, sie umgibt Menschen. Menschen fehlen ihr. Er fehlt.

Denkt er auch noch an sie? Fühlt er ihre Berührungen noch, wenn er eine andere anfasst? Kann er sich noch an das erinnern, was er zu ihr sagte? Kann er sich an ihren Namen erinnern? Ani Beutel.

Sie fühlt sich so lebendig wie noch nie. Tanzend in der Sonne, lachend in der Sonne. Die Sonne ist ihr Freund, ihre Liebe, ihr Verlangen. Tanz mit ihr! Lach mit ihr! Sei ihr Freund!

Nicht länger warten müssen. Es ist schrecklich seinen Namen zu hören. Ist es schrecklich ihren Namen zu hören? Oder hörst du weg? Weißt du noch wie sie heißt? Weißt du noch wie du ihren Namen in ihr Ohr geflüstert hast?

Warum tust du mir das an? Sie ist unschuldig. Sie hat Fehler begannen; doch nichts falsch gemacht. Ich gebe dir die Schuld. Du bist der, den ich anschuldige. Scham, schäme dich, gehe unter  vor Scham!

11.6.14 00:20


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