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Schweben

Kein Hoch, kein Tief, nur ein Zustand des Schwebens zwischen Allem und Nichts. Ihr Weg ist nicht vorbestimmt und sie lässt ihn nicht vorbestimmen. Ihr eigener Wille wird ihren Weg pflastern und Steine aus dem Weg räumen. Alleine möchte sie das tun und am Ende sagen können: Das habe ich geschafft. Und sie wird es schaffen. Sie wird ihre selbsterfüllte Prophezeiung werden und von einem Zustand des Schwebens befreit werden. Der Gipfel ist ihr Ziel. Nichts weniger als der Gipfel.

6.5.14 23:25


elektrischer Körper

Ihre Haut ist weich. Widerstandslos gleitet er mit seiner Hand über ihre makellose Oberfläche. Er betastet sie von Oben bis Unten. Wie hypnotisiert von ihrem Körper muss er sie berühren. Seine Hand kann nicht anders. Seine Hand muss sie spüren. Er will sie, er braucht sie. Sein Atem nimmt ihren Geruch auf. Als wäre er süchtig nach diesem Geruch atmet er ihn tief ein und wieder aus. Ihr Körper ist sein. Er will, dass sie erwidert, dass sie die gleichen Bedürfnisse hat wie er. Er schaut ihr in die Augen. Ihre Augen sind weit geöffnet. Sie starren ins Nichts. Seine Hand geht weiter auf Entdeckungsreise ihres Körpers. Ihre Haut ist kalt. Ihre Augen starr. Ihr Atem ist nicht zu hören.

Ihr Geruch liegt in der Luft.

17.4.14 18:34


Wasser

Gefangen in Träumen der Sehnsucht; Wiedergeboren in der Erfüllung der Träume.

Es kam anders als sie dachte. Sie dachte, es würde niemals wieder gut werden. Doch nicht die Glücklose: Das ist ihr Eingeständnis. Ihr ganzes Leben hat sie sich eingeredet, ihr könnte niemals etwas Gutes widerfahren. Das Gegenteil wurde bewiesen. Der Genuss bleibt aus. Sie kann nicht vertrauen. Sie vertraut nicht in das Glück, welches sie hat und erwartet das Schlimmste. Das Schlimmste tritt nicht ein. Noch bleibt es verborgen. Ist es eine Wiedergeburt oder doch nur eine Täuschung?

5.4.14 13:56


Antitoxin

Sie wird verfolgt. Tag und Nacht. Tagsüber in ihren Gedanken, nachts in ihren Träumen.

Er lässt sie nicht los, hat sie vergiftet mit Gedanken und Träumen, die ihr ihren Mut rauben und sie kalt zurücklassen. Sie ist nur noch eine Handpuppe, die von ihm durch das Leben geführt wird. Keine freien Entscheidungen, sondern totale Abhängigkeit von dem, was er mit ihr anstellen möchte. Es fühlt sich an, als würde sie niemals wieder Freiheit spüren können, als würde sie nie wieder sie selber sein können. Zurzeit ist sie einfach zu weit davon entfernt. Diese Machtlosigkeit, dieses Nichtstun, diese Stagnation. Alles seine Schuld. Er soll sich schämen. Er soll sie in Ruhe lassen. Er soll ihr das Gegengift geben und sie wieder leben lassen.

4.3.14 19:49


Gedankenfreiheit

Es kam der Tag an dem sie gestorben ist, doch diesen Tag hat sie überlebt. Und es hat nicht lange gedauert, da merkte sie, dass sie weiter leben möchte. Plötzlich gab es da einen Grund zu leben. Sie konnte spüren, wie ihre Füße langsam vom Boden abhoben und ihr Körper begann zu fliegen. Doch es hat nicht lange gedauert, bis dieser Flug vorbei war. Sie stürzte zu Boden. Jetzt weiß sie nicht was sie machen soll. Sie möchte wieder sterben, doch die Angst noch einmal zu überleben ist zu groß. Jetzt meditiert sie vor sich hin, wartend darauf, dass der Tod sie holt. Sie weiß, das kann Jahre dauern und sie weiß auch, dass sich in den Jahren viel ändern kann und ihre Lust am Leben wieder zurückkommen kann. Zurzeit würde sie am liebsten vorspulen. Diese ganzen Jahre nicht erleben und bis zum Ende vorrücken. Nie wieder will sie das Gefühl des Fliegens. Sie kennt das Gefühl des Fallens einfach zu gut.

23.2.14 16:01


Licht

Es ist dunkel und langsam verschluckt die Dunkelheit die letzten Worte die ihre Münder zuvor verließen. Dann ist es nur noch dunkel. Nichts zu hören. Selbst ihr Atem scheint unhörbar zu sein, denn etwas scheint jeden Ton aufzusaugen und eine Stille herbeizuführen, die die beiden nicht beängstigt, sondern beruhigt und miteinander verbindet. Es ist das Verlangen. Das Verlangen nach dem anderen. Stille Dunkelheit umgibt sie als das Verlangen sie dazu treibt sich zu berühren. Erst zarte Berührungen mit den Lippen, dann wird das Verlangen größer. Die Zärtlichkeit geht verloren und der Schmerz tritt ein. Sie passen nicht und doch ist da dieses Verlangen, das nicht mehr gestoppt werden kann. Das Licht geht an. Die Stille ist weg. Jemand hat das Verlangen gebändigt. Doch soll man diesem jemandem dankbar sein dafür, dass er wieder Klarheit über die beiden gebracht hat? Dafür, dass er ihnen geholfen hat voneinander loszureißen? Oder wurde das Licht aus selbstsüchtigen Gründen angeschaltet?

18.2.14 18:30


Fliegen

Der Ausblick war atemberaubend. Sie stand an der Spitze des Gipfels und wusste, dass es was Besonderes war diese Luft zu atmen, diesen Ausblick zu genießen und diesen Punkt des Berges zu erreichen. Doch sie schaute mit weit mehr als mit dem Gefühl der Glückseligkeit vom Gipfel herab. Ihr war klar, dass ihr Weg von nun an nur noch in eine Richtung führen konnte.

Und so stand sie da: Ihr Glück getrübt von dem Gefühl der Angst vor dem Bevorstehenden. Es würde bald so weit sein, da war sie sich sicher, denn schon ganz bald würde sie diesen Ort von einer anderen Perspektive betrachten. Der Fall stand ihr bevor und von Sekunde zu Sekunde, von Atemzug zu Atemzug, von Herzschlag zu Herzschlag, den sie Länger auf dem Gipfel verbrachte, kam sie dem Sturz ein kleines Stückchen näher. Nicht nur die Tatsache, dass es passieren würde, sondern auch die Ungewissheit über den Zeitpunkt machte ihr die Zeit auf dem Gipfel zu einem Angstbannen.

So kam es, dass sie einatmete ohne zu wissen, dass es das letzte Mal war, dass sie die Bergluft roch. Denn dann kam der Fall. Es schmerzte unerträglich und der Gedanke, dass sie dies vorausgesehen hatte, schien ihren Aufprall ins Tal noch zu verstärken. Nachdem sie sich von ihren Verletzungen halbwegs erholt hatte, erkundete sie das Tal zum ersten Mal. Es war nichts im Vergleich zum Gipfel, es war das Gegenteil. Doch sie lebte oder überlebte sie nur? Ihr war nicht klar, dass es einen so furchtbaren Ort wie diesen geben konnte und plante deswegen sofort ihren Aufstieg. Doch das Schicksal entschied anders. Sie war gefangen, gefangen in einem Ort, von dem sie ahnte wie schrecklich er sein würde aber niemals geahnt hätte, dass er so schrecklich wäre. Wie lange war sie gefangen? War sie für immer gefangen? Gab es eine Chance für einen erneuten Aufstieg oder sollte dies ihr Ende sein?

3.2.14 19:32


Sehnsucht

Die beiden sahen sich wieder, doch ihre Erwartungen waren nicht zu erfüllen. Zu lange hat es gedauert, bis das zweite Treffen zustande kam. Zu lange hatten sie Zeit die Person nach der sie sehnten in ihrem Kopf selbst zu erfinden. Sie hofften, sie würden genau diese Person nun im anderen finden. Aber das konnte nicht funktionieren. Die Zeit hat sie zum Scheitern verurteilt und sie alleine gelassen. Vorher wie nachher.

2.1.14 20:54


Unergründlichkeit

Lass sie nicht los. Sie will dich. Du hältst sie gefangen. Sie will nicht losgelassen werden.

Sie erinnert sich an den Moment, als du ihr in die Augen schautest. Sie schaute zurück. Der Moment war nicht lange. Nur wenige Sekunden, die sich anfühlten wie Stunden. Nur dieser kurze Moment. Es lässt sie nicht los. Die Farbe lässt sie nicht los. Die Tiefe lässt sie nicht los. Du lässt sie nicht los.

Lass sie nicht los. Niemals. Halte sie gefangen mit deinem Blick. Eine Gefangene will sie sein. Die Gefangene deiner Augen. Die Gefangene der Farbe. Die Gefangene der Unergründlichkeit. Deine Gefangene.

29.12.13 23:43


Trauerkleidung

Sie trägt Schwarz. Sie trägt Schwarz, weil jemand gestorben ist. Sie trägt Schwarz, weil jemand gestorben ist, den sie gut kannte. Sie trägt Schwarz, weil sie gestorben ist.

Sie trauert sich nach. Bringt es in ihrer Kleidung zum Ausdruck. Da war jemand, und jetzt ist da jemand in schwarzer Kleidung. Wie lange wird sie Schwarz tragen? Sie kennt die Regeln nicht. Weiß nicht, wie lange die Angehörigen Schwarz tragen. Wie lange trägt man Schwarz, wenn man selber gestorben ist? Wer hat die Regeln gemacht?

22.12.13 13:08


Nachgeschmack

Sie kannte ihn gar nicht richtig und trotzdem ist da dieses merkwürdige Gefühl, wenn sie ein Bild von ihm sieht. Sah er wirklich so aus? Es scheint, als könnte sie sich nicht mehr erinnern. Merkwürdig. Sie denkt so oft an ihn, doch an sein Gesicht kann sie sich nicht erinnern. Wenn sie ihn auf der Straße treffen würde, würde sie ihn erkennen. Wenn sie versucht sich ihn vorzustellen, bleibt er gesichtslos. Wieso ist da kein Gesicht in ihrer Erinnerung?  Wieso ist da überhaupt eine Erinnerung? Was hat er mit ihr getan, dass sie nicht von ihm loskommt?

Will sie sich überhaupt an das Gesicht erinnern? Es ist schon schwer genug für sie, an eine Person, die sie kaum kennt, ihre Gedanken zu verlieren.  Das Gesicht würde das nur noch schlimmer machen. Das geht schon so lange, dass sie sich gar nicht mehr erklären kann, woran das liegt. Immer wenn sie denkt, sie sei von ihm losgekommen, ihre Gedanken wären sauber, wird sie an ihn erinnert. Sie hört seinen Namen, sie sieht ein Bild von ihm, er meldet sich bei ihr. Aber wieso meldet er sich so selten? Wieso meldet er sich danach wieder wochenlang nicht? Ist das Teil seiner Masche? Hofft er, sie vergisst dadurch sein Gesicht nicht? Sie hat sein Gesicht doch schon vergessen.

13.12.13 21:42


Fessel

Du trittst näher an sie heran. Ihre Augen fesseln dich. Ihr Blick ist nichtssagend und dennoch schreit er nach dir.

Du nimmst sie in den Arm. Du beginnst zu summen. Eure Füße bewegen sich. Ihr beginnt zu tanzen.

Du genießt die Zeit mit ihr. Du riechst ihr Haar, spürst ihren Körper an dir. Es ist ein angenehmes Gefühl. Ein schöner Moment, den ihr teilt.

Sie löst sich los von dir. Nicht mit Hast, nicht um dich zu verletzten. Sie nimmt scheinbar Rücksicht auf deine Gefühle. Sie nimmt Rücksicht, doch sie schaut nicht zurück als sie sich von dir wendet und geht.

Du stehst alleine. Du hörst auf zu summen.

11.12.13 21:04


as if

Sie hatte nie das Gefühl ihn wirklich zu kennen. Sie spürte zwar eine gewisse Anziehung, doch sie wusste kaum etwas von ihm. Sie kannte seinen Namen, seine Augenfarbe, seinen Geruch, seine Stimme, sein Lachen. Sie kannte Teile von ihm, doch schienen es für sie immer nur Teile zu sein. Sie hatte nicht das Gefühl sie kenne die wahre Person.

Er hatte sofort das Gefühl sie zu kennen. Er wollte sie. Er wollte ihren Namen rufen, ihr in die Augen schauen, ihren Geruch wahrnehmen, ihrer Stimme lauschen, sich von ihrem Lachen bezaubern lassen.

Die beiden gaben sich selbst keine Chance. Sie lernte ihn nie kennen. Er fühlte sich abgewiesen.

Doch beide gingen anders mit der Situation um. Sie ist noch immer alleine. Er hat jemanden gefunden. Und während er glücklich ist, ist sie zwar auch glücklich, doch sie ist weniger glücklich als sie hätte glücklich sein können. Sie ist zufrieden mit ihrem Glück, solange sie es nicht mit dem Glück vergleicht, das sie hätte haben können. Hätte haben können.

Als ob.

10.12.13 21:58


Zigaretten Duett

Es ist nur eine Zigarette, die sie hin und wieder genießt. Höchstens zwei Mal in der Woche. Sie raucht diese eine Zigarette voller Genuss. Ihre Freunde sind anwesend und sehen, wie sie einen tiefen Zug einnimmt und genießt.

Doch ihn macht es traurig. Er will nicht, dass sie raucht. Er rauche auch hin und wieder entgegnet sie. Doch er behauptet, er mache es nicht um cool zu sein. Das sei ein Unterschied.

Er glaubt ihr nicht, dass sie aufhören kann, wenn sie will. Es ist doch nur eine Zigarette. Doch er befürchtet, es werden bald zehn sein.

Doch sie gibt diese eine Zigarette nicht auf. Es ist ihre Zigarette und ihr Genuss. Er soll sagen was er möchte. Diese Zigarette lässt sie sich nicht nehmen.

2.11.13 12:07


ganzen anderen Jungs

Sie ist alleine und betrachtet die Wellen, die sich in der Bucht brechen. Sie spürt die salzige Luft um ihr Gesicht tanzen. Doch ihre Konzentration ist etwas anderem gewidmet.

Ihre Gedanken kommen nicht von ihm los. Sein Lächeln, seine Augen, sein alles, sein rundum vollkommenes Auftreten. Und wie er ihr einen Gutenachtkuss gibt. Und wie er ihr sagt, dass die Sterne am Himmel nur für sie leuchten. Er lässt sie bis auf  Wolke sieben fliegen. Noch nie ist sie so hoch geflogen.

Ihre Gedanken kommen nicht von ihm los. Ihre Gedanken kommen nicht von ihm und den ganzen anderen Jungen los. Nur er und die ganzen anderen Jungs ebenso.

28.10.13 20:17


Liebeshass

Sie wurde infiziert. Sie wurde mit Liebeshass angesteckt. Es ist wie eine Seuche, die ihren Körper nie wieder verlassen wird. Ihr Leben lang wird sie hasse. Sie wird Liebe hassen. Kein Heilmittel, keine Antikörper, eine unüberwindbare Krankheit. Sie ist nicht tödlich aber umso schmerzhafter. Denn sie muss damit alleine durchhalten. Es sieht nicht so aus, als würde sie jemals jemanden an ihrer Seite finden, der mit dieser Krankheit zurechtkommt.

Es war schlechtes Glück, was ihr dieses Unheil gebracht hat. Doch das schlechte Glück kann man weder steuern noch aufhalten. Es hat seine eigenen Regeln. Es entscheidet selber wer befallen wird. Und es hat entschieden, dass sie von Liebeshass befallen wird. Es war nicht ihre Schuld. Niemand verschuldet schlechtes Glück.

27.10.13 19:53


Momente der Liebe

Manchmal muss sie sich einfach befreien von allen ihren Gedanken. Sie muss sich selber finden. Der ganze Lärm um sie herum, die Menschen, die Hektik. Manchmal ist das alles einfach zu viel für sie.

Langsame Bewegungen zu einer Melodie, die gerade nicht spielt. Sie ist tief in ihrem Kopf, die Melodie, zu der sie ihren Körper bewegt. Sie muss keinen Gedanken dafür verschwenden.

Auszeit. Einfach nur Zeit für sich selber. Doch nicht alleine. Sie teilt diese Auszeit mit jemandem. Mit einem ganz besonderen Menschen. Die beiden nehmen sich in den Arm. Die Melodie beschallt sie. Dort ist keine Melodie.

Beide Bewegen sich getragen von dem Rhythmus der Melodie. Langsam, ruhig, entspannt. Es sind Momente der Liebe die sie teilen.

Gelegentlich braucht sie es, sich von ihren Gedanken zu befreien. Sich selber zu finden. Manchmal muss sie zurück zum Wesentlichen.

Und diesen Moment mit einer gewissen Person zu teilen, zeigt, wie verbunden sie sich scheinen. Sie öffnet sich ihm voll und ganz. Er dringt in sie hinein. Die Bewegungen werden schneller. Er führt sie. Lässt sie nicht los. Es sind Momente der Liebe die sie erleben. Sie lässt sich gehen, verschwendet keinen Gedanken.

Sie denkt, sie wird mit niemandem jemals wieder vergleichsweise so tanzen können, denn die Melodie ist nur für die beiden bestimmt.

Doch plötzlich sieht sie das Monster in ihm. Sie wollte sich ihm öffnen. Es sollte ein Moment der Liebe werden. Doch was passiert da? Wo ist die Liebe hin? Er nimmt Besitz von ihr. Lauf weg. Schnell.

Eine andere Welt. Alles scheint gleich zu sein wie vorher. Die gleiche Melodie. Der gleiche Tanz. Doch dort sind Gedanken in ihrem Kopf. Keine Auszeit, keine Entspannung. Wie kommt sie dort hinaus? Sie will den Moment der Liebe verlassen. Sie muss ihn verlassen. Keine Hilfe, sondern nur die Melodie und der Tanz. Die Kontrolle ihres Körpers ist ihr verloren gegangen. Nur noch ihre Gedanken beherrscht sie. Die Melodie hört nicht auf. Der Tanz hört nicht auf.

Ein Moment der Liebe. Ein gefährlicher Moment der Liebe. Ein Moment der Liebe, aus dem sie scheinbar nicht mehr flüchten kann.

22.10.13 20:29


Dunkelheit

Dunkelheit umgibt sie, Dunkelheit schließt sie ein. Dunkelheit verbindet sie mit ihm und hält sie zugleich auf Abstand zu ihm. In der Dunkelheit kann sie sich verstecken und in der Dunkelheit kann sie sich zeigen. Durch die Dunkelheit ergeben sich neue Möglichkeiten, doch die Dunkelheit begrenzt das Machbare. Die Dunkelheit gibt ihr so viel, doch sie nimmt ihr noch viel mehr. Dunkelheit macht sie träge, müde und erweckt in ihr etwas neues, etwas Neugieriges. Dunkelheit ruft ihr zu und ist dabei so unheimlich still. Die Dunkelheit ist etwas, das sie nicht unterschätzen sollte, nein sie sollte sie schätzen, dafür schätzen, dass die Dunkelheit existiert. Das Gefühl der Dunkelheit kann schwer sein, es kann aber auch leichter sein als jedes andere Gefühl. Nur wer die Dunkelheit jemals erlebt hat, kann wirklich über die Dunkelheit urteilen. Die Konzentration nur auf die Dunkelheit gerichtet, keine andere Ablenkung, sondern nur das Gefühl der unendlich scheinenden Dunkelheit, die sie umgibt, die sie einschließt.

So frei und so begrenzt, so anders.

18.10.13 20:47


Ohne Namen

Sie hatte nur diese eine Nacht, nur diesen Anschein von Gefühl.

Die Verbundenheit war sofort da. Es brauchte keine Zeit.  Die Luft stand unter Spannung. Herzschlag, Leidenschaft. Eine Ablenkung? Eine süße Flucht? Sie schien stärker zu lieben als jemals zuvor. Kein Name, kein zweites Mal. Nur dieses eine Mal, dieses unvergessliche eine Mal. Sie kann es nicht begreifen, so viel Magie. Sie küssten sich, vergaßen alles. Sie kennt seinen Namen nicht. Fühlte er das gleiche? Nur dieser eine Abend.

Sie hat sich so verloren gefühlt und so alleine. Und dann war da dieser eine Abend, der ihr wieder Mut gab, weiter zu machen. Es existiert ein Grund zum Leben und den hat sie gefunden. Der Grund hat keinen Namen.

 Es wird keine zweite Begegnung geben. Es war diese eine perfekte Nacht, die sie immer als solche in Erinnerung behalten wird. Und wenn sie auf diese Nacht zurück schaut wird sie lächeln. Diese Nacht war vollkommen. Es musste Schicksal sein.

Sie weiß den Namen nicht.

6.10.13 12:50


Nicht als Mensch

Sie war sich den Dingen zu sicher. Dachte, sie hätte alles unter Kontrolle, ihr Schicksal in ihrer eigenen Hand. Und jetzt wird ihr klar, dass sie nichts unter Kontrolle hatte, hat und vermutlich nie haben wird. Es macht sie traurig. Immer wieder scheitern, immer wieder weinen, immer wieder aufgeben, immer wieder und immer wieder. Wo ist ihre Kraft? Wo ist ihre Stärke?

Manchmal wünscht sie sich zurückreisen zu können. Manchmal möchte sie Dinge anders machen. Aber dann denkt sie drüber nach, wie es wirklich wäre, noch einmal von vorne anzufangen. Sie zweifelt. Sie denkt nicht, dass sie das alles noch einmal überleben würde. Es war ein harter Weg, es hat Narben hinterlassen und ihre Kraft geraubt. Ein zweites Mal ist das nicht möglich, nicht als Mensch.

Alles Geschehene soll so bleiben wie es war, nichts davon soll sich ändern. Vielleicht hat doch noch alles einen Grund. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Weinen, essen, keine Lust mehr, schreien, kreischen, wohin, mit wem? Hilfe. Sie bleibt stehen, sie geht weiter. Tot.

1.10.13 22:14


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